In den Lehrplänen der Fächer Politik und Geschichte wird der Nahostkonflikt nicht (mehr) thematisiert, um so wichtiger war die Begegnung von Schüler_innen des Jahrgang 11 mit der Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser. In einem engagierten Vortrag gab sie einen Überblick über die Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts und berichtete von ihrer täglichen Arbeit mit Frauen und Jugendlichen muslimischer und christlicher Herkunft im besetzten Westjordanland. Die Schüler_innen zeigten sich beeindruckt von einer Frau, die sich trotz jahrzehntelang erlebter Gewalt und Ungerechtigkeit weiterhin für Frieden und Dialog einsetzt.

(Hubert Hoffmann)

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Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat die NordSüdBeratung auf fairen Handel aufmerksam gemacht. Interessierte Menschen sollten als Ideengeber ihre Forderungen zu nachhaltigem Konsum und menschenwürdigen Produktionsbedingungen an eine Comic-Zeichnerin weitergeben, die daraus ein großformatiges Comic-Bild anfertigte.

Mit Nelson Mandela kämpfte er gegen die Rassentrennung in Südafrika, bei seinen zahlreichen Besuchen in Osnabrück lässt er das GSG nie aus. Im Gespräch mit den Schüler/innen äußerte sich Denis Goldberg auch über den zunehmenden Rechtspopulismus in Europa. „Rassismus verbleibt in den Köpfen der Menschen, deshalb ist es wichtig, jeden Tag von Neuem für die Demokratie einzutreten.“ Sehr besorgt ist der Bürgerrechtler auch im Hinblick auf sein Heimatland Südafrika. Die gewählten Führungspersonen seien mittlerweile so korrupt und entrückt vom Volk. Dass sich die Bevölkerung aber gegen den Präsidenten Jacob Zuma auflehne, stimme ihn optimistisch.

Im September 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen 17 Ziele für eine zukunftsfähige Welt. Alle UN-Mitgliedsstaaten unterzeichneten diese Erklärung und gingen damit auch eine Selbstverpflichtung zur Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem Planeten Erde ein.

Ende des Jahres 2016 haben sich fünf Klassen an der Aktion für HelpAge beteiligt. Für diese Aktion helfen SchülerInnen älteren Menschen an einem Tag. Gleichzeitig informieren die SchülerInnen Freunde, ihre Familie und andere über die Arbeit von HelpAge und sammeln Geld dafür ein. Mit diesem Geld untersützt HelpAge wiederum ältere Menschen in Afrika.

Globales Lernen am GSG – die FairTrade-AG mit dem EineWelt-Kiosk

Seit April 2013 gibt es für die Schüler- und Lehrerschaft am Graf-Stauffenberg-Gymnasium die Möglichkeit, Produkte aus dem Fairen Handel, vornehmlich Süßigkeiten, Plätzchen, getrocknete Mangos und Getränke zu kaufen. Eine Schülergruppe aus den Klassen 8 und 10, die FairTrade-AG, betreibt mit dem EineWelt-Kiosk einen kleinen Weltladen in der Schule und wird mit diesem Engagement zu einem wichtigen Botschafter für den Weg in eine gerechtere Welt. An drei Tagen ist der Weltladen jeweils in den großen Pausen geöffnet.

Die Förderung globalen Lernens hat dementsprechend im Leitbild der Schule einen zentralen Platz.

Seit einem Jahr beteiligt sich die Fairtrade-AG an der Kampagne „Fairtrade-Schools“. Um eine Fairtrade-School zu werden, müssen fünf Kriterien erfüllt sein:

  1. Ausstellung eines Fairtrade-Kompass – Selbstverpflichtungserklärung der Schulleitung
  2. Gründung und Existenz eines Fairtrade-Schulteams
  3. Regelmäßiger Verkauf von fair gehandelten Produkten in der Schule
  4. Fairtrade im Unterricht: Mindestens zwei Fächer in unterschiedlichen Jahrgängen behandeln innerhalb eines Schuljahres das Thema Fairtrade
  5. Schulaktionen zum Thema Fairtrade – mindestens eine Aktion pro Schuljahr

Zu Beginn des Schuljahres 2015/16 wurde der Antrag zur Zertifizierung des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums als Fairtrade-School bei Fairtrade Deutschland in Köln eingereicht. Am 9.Dezember 2015 wurde der Schule während einer kleinen Auszeichnungsfeier, an der auch Bürgermeisterin Birgit Strangmann und weitere Vertreter der Stadt Osnabrück teilnahmen, die offizielle Urkunde von Frau Birnbacher als Vertreterin von Fairtrade Deutschland überreicht. Im Urkundentext heißt es unter anderem: „Als Fairtrade-School trägt das Gymnasium dazu bei, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bauern und Produzentenfamilien in den Entwicklungsländern zu verbessern und die Armut zu verringern.“