Schulsiegerin im philosophischen Essaywettbewerb 2018/19 gekürt

„Führt Wissen zu Macht?“ – „Weicht man durch Kunst der Welt aus?“ – „Muss der Islam in Europa eine Phase der Aufklärung durchlaufen?“ – „Kann man auch als Verlierer in ‚wissenschaftlichen Kämpfen‘ gewinnen?“ – Mit Fragen wie diesen sahen sich die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bundeswettbewerb „Philosophischer Essay“ konfrontiert. Insbesondere die erste der vier Fragestellungen strahlte dabei offenbar auf die Philosophinnen und Philosophen des GSG eine besonders starke Faszination aus, denn fast alle Arbeiten beschäftigten sich mit dieser Thematik.

„Künstliche Intelligenz und Neuronale Netze“ – so lautete der Titel eines öffentlichen Vortragsabends am 18.01.2019 an der Universität Osnabrück. Da sich der Prüfungskurs Philosophie des Jahrgangs Q1 zeitgleich in einer Untersequenz des Halbjahresthemas „Anthropologie“ (d.h. die „Lehre vom Menschen“) mit Thematiken wie Cyborgs, Transhumanismus und künstlicher Intelligenz beschäftigte, war dies Grund genug, einmal für einen Abend in die universitäre Welt einzutauchen.

Auch im Schuljahr 2017/18 beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler des Prüfungskurses Philosophie (Q1) wieder engagiert am Bundeswettbewerb „Philosophischer Essay“. Schulsiegerin wurde Mariko Lengler mit ihrem Essay zu Guntram Vespers Gedicht „Landmeer“, in welchem sie überzeugend die Notwendigkeit der Emotionen Mitleid, Trauer und Empörung für ein gelingendes Leben darlegt. Hierfür wurde ihr zum Schuljahresende von der Fachgruppe Philosophie – mit freundlicher Unterstützung des VFE – ein Buchpreis überreicht.

Projekttage zum Thema „Identität“ sind kaum denkbar ohne ein entsprechendes philosophisches Angebot. Und so stürzten sich am zweiten Tag der diesjährigen Projekttage 23 furchtlose Nachwuchsphilosophen aus Jahrgang 07 in entsprechende Denkabenteuer.

„Gummihand-Illusion“, „Aristotelische Täuschung“, „Illusion am Ellenbogen“, „tauber Finger“, „Pinocchio-Illusion“ – bereits der Einstieg in das diesjährige Blockseminar der Philosophie-AG des GSG ließ erahnen, dass in diesem Jahr ein Schwerpunkt des gemeinsamen Philosophierens in der Praxis lag.

„Wo wohnt die Zeit?“ – „Gibt es eine Gegenwart, wo sie doch eben noch Zukunft war und gleich Vergangenheit sein wird?“ – Fragen wie diesen stellten sich am 26.09.2010 im Rahmen des Weltkindertages neun Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums, welche im Theaterfoyer an einer philosophischen Gesprächsrunde mit dem Bad Zwischenahner Grundschullehrer und Lehrbeauftragten am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg, Hans-Joachim Müller, teilnahmen.