Vom 4. Bis 11. Oktober hat in Papenburg in der Historisch Ökologischen Bildungsstätte die Juniorakademie 2019 stattgefunden, an der wir teilnehmen durften. Die JuniorAkademie ist eine Interessenförderung in verschiedensten Bereichen von Naturwissenschaften über Komposition bis hin zur Kunst. Wir haben in den Kursen Physik, Philosophie und ‚Ökologie und Medien‘ gearbeitet.

Wir hatten am Tag 5-7 Stunden Zeit in den Kursen, die durch Pausen und Essenszeiten unterbrochen wurden. Zudem gab es auch sogenannte KüAs (=Kursübergreifende Angebote), die in den Zeiten zwischen den Kursen stattgefunden haben. Diese wurden von TeilnehmerInnen selbst organisiert. Typische Angebote waren zum Beispiel ‚Werwölfe von Düsterwald‘, Tischtennis, Songwriting und morgendliches Joggen vor dem Frühstück. Die Werwölfe KüA wurde von uns organisiert.

Im Kurs Physik, an dem wir, Simon und Julika, teilgenommen haben, haben wir uns in unserer Arbeitsgruppe mit dem Thema „Wie ist das Wetter?“ beschäftigt. So haben wir auf unserer Exkursion nach Wilhelmshaven von der Kaiser-Wilhelm-Brücke aus Wasserdruck und Temperatur gemessen und unsere Daten dann später ausgewertet. Außerdem haben wir uns mit modernen und älteren Methoden der Wettermessung beschäftigt und mit diesen experimentiert. So haben wir zum Beispiel ein Wasserbarometer gebaut, mit dem man mithilfe eines 15 Meter langen Schlauchs den Luftdruck genau bestimmen kann. In anderen Arbeitsgruppen der Physik wurde mit Navigation, Elektrizität und Optik gearbeitet.

Ich, Franziska, habe an dem Kurs Ökologie und Medien teilgenommen. Dort haben wir daran gearbeitet, eine Audioaufnahme zu einem Thema des Klimawandels aufzunehmen. In meinem Stück habe ich über den Treibhaus-Effekt berichtet. Wir haben gelernt, Aufnahmen zu schreiben, einzusprechen und zu bearbeiten. Zwischendurch haben wir von einem unserer beiden Betreuer Inputs zu den Themen des Klimawandels bekommen. Auf unserer Exkursion in das Klimahaus Bremerhaven haben wir von einer Meteorologin mehr zum Thema Klima, Wetter und der Atmosphäre gelernt. Dort haben wir auch BesucherInnen und PassantInnen interviewt und deren Antworten für das Audiostück aufgenommen.

Der Kurs, den ich, Pit, besucht habe, war der Kurs Philosophie und Rhetorik. Im philosophischen Bereich haben wir uns vor allem mit Platon, Sokrates und Aristoteles beschäftigt. Wir sind zu der Erkenntnis gelangt, dass hinter allem, jedem Tier, jedem Baum und jedem Gegenstand, eine Idee steckt und dass das, was wir davon kennen, nur ein Abbild der wahren Idee, welche noch viel schöner, besser und prächtiger ist, ist. Wir haben uns auch mit Platons Höhlengleichnis beschäftigt. In diesem Gleichnis sitzen Menschen schon von Geburt an in einer Höhle vor der Höhlenwand. Sie sind so gefesselt, dass sie sich nicht einmal umdrehen können um das Feuer, das hinter ihnen brennt, zu sehen. Vor diesem Feuer (noch immer in der Höhle) werden Gegenstände vorbei getragen, so dass man nur ihre Projektion auf der Höhlenwand sehen kann. Wenn man nun einen der gefesselten Menschen an die Oberfläche bringen würde und ihn die wahre Welt erkennen lassen würde, so könnte er niemals wieder wirklich in die Höhle zurückkehren. Warum? 

Des Weiteren haben wir uns damit beschäftigt, Debatten zu halten und Reden zu schreiben. Unsere besten Reden haben wir dann vor der ganzen Akademie vorgetragen.

Insgesamt war es für uns alle eine sehr schöne, interessante aber auch anstrengende Zeit.

Franziska, Julika, Pit und Simon (9c)