Yanomami

Osnabrück. Am 21.02.2018 erfreute sich das Graf-Stauffenberg-Gymnasium zum wiederholten Male am Vortrag von Menschenrechtsaktivistin Christina Haverkamp über das Indianervolk der Yanomami aus der Grenzregion von Brasilien und Venezuela. Die Fachgruppe Erdkunde konnte Frau Haverkamp erneut für eine ausführliche Präsentation gewinnen. Die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs vom GSG und des 8. Jahrgangs von der Bertha-von-Suttner-Realschule bekamen nach der Begrüßung durch Herrn Krotzek zwei Schulstunden lang einen intensiven Einblick in die Welt der Yanomami und in die Arbeit von Christina Haverkamp mit ihnen.

Anhand etlicher anschaulicher Fotos und Erfahrungsberichte von Frau Haverkamp aus den letzten 25 Jahren bot sich ein vielfältiges Bild ihrer Arbeit. Die studierte Pädagogin erzählte von der Bedrohung des Yanomami-Indianervolkes in Südamerika durch Goldsucher. Zusammen mit dem Survival-Experten Rüdiger Nehberg setzt sich Frau Haverkamp seit nunmehr 25 Jahren für die Unterstützung und den Schutz der Yanomami ein.

Zu ihrer Arbeit gehört vor allem der Aufbau mehrerer Indianer-Krankenhäuser und Schulen für die Yanomami vor Ort. Die Schülerinnen und Schüler vom Graf-Stauffenberg-Gymnasium und von der Bertha-von-Suttner-Realschule lernten insbesondere die kulinarischen Besonderheiten, Jagdmethoden und das Alltagsleben des Volkes kennen. Besonders eindrücklich waren die Bilder und Erzählungen über das Runddorf, die Feuerstellen, die traditionellen Hängematten, aber auch über Gefahren wie Schlangen und andere giftige Tiere. Vor allem Malaria als Krankheit durch Malaria-Mücken und durch Quecksilber verunreinigtes Wasser wegen des Goldschürfens sind ständige Gefahren und Probleme.

Frau Haverkamps Engagement umfasst neben der Arbeit vor Ort auch vergangene Protestaktionen mit ihrem selbstgebauten Floß zur Atlantik-Überquerung und eine damalige Pressekonferenz vor dem Weißen Haus in Washington. Heutzutage setzt sich Christina Haverkamp insbesondere mit Sponsorenläufen und ihrem Yanomami-Verein für das Volk ein.

Die Schülerinnen und Schüler beider Schulen zeigten großes Interesse am Thema, was auch durch eine Vielzahl an Rückfragen nach dem Vortrag erkennbar wurde.

Frau Haverkamp präsentierte schließlich noch einzelne Originalgegenstände wie Pfeil und Bogen und verwies auf ihre Internetseite www.yanomami-hilfe.de für weitere Informationen. Sie kommt gerne in unsere Schule für weitere Berichte zurück.

(Johannes Schröder)