Ungarnaustausch 2016 – vom 05. bis zum 14.04.16


Austauschprogramm 2016

Budapest

Das Austauschprogramm war vom 05.04.2016 bis zum 14.04.2016 mit 13 Schülern und einem Lehrer vom Graf-Stauffenberg-Gymnasium.

Am Dienstag trafen wir uns um 5 Uhr morgens am Graf-Stauffenberg-Gymnasium und fuhren dann mit dem Bus zum Dortmunder Flughafen. Als wir alle, ohne Probleme, durch die Sicherheitspassage durchgekommen waren, hatten wir noch einige Wartezeit bevor unser Flug startete. Mit ein bisschen Verspätung kamen wir dann vormittags am Flughafen in Budapest an. Dort wurden wir schon von unseren Austauschpartnern und ihren Familien erwartet. Um 12.00 trafen wir uns dann in der Schule unserer Austauschpartner, dem Szent Margit Gimnazium, welches ein sehr schönes Gebäude mit einem großen Grundstück ist. Draußen sind sogar ein Fußballplatz und ein Tennisplatz. In dem Gebäude befinden sich ein großer Theatersaal, eine Kapelle und ein eigenes Schwimmbad. Nach dem Mittagessen haben wir uns mit einer Lehrerin und dem Direktor getroffen. Diese haben uns die Schule gezeigt und ein bisschen was zur Geschichte des Gymnasium erzählt, sowie auf andere Institutionen verwiesen. Ganz oben war eine Kuppel, von der wir eine wunderschöne Aussicht auf Buda hatten. Nach dem informativen Rundgang ging es in Richtung Gellertberg. Mit den Höhenmetern stieg auch die Temperatur bis zu 28°C; somit waren wir sehr erfreut in einer kühlen Felsenkirche eine Audio-Tour machen zu können. Nach dem kurzen Besuch in der Felsenkirche ging es weiter nach oben zur Bergspitze des Gellertberges. Dort befand sich ebenfalls eine Sehenswürdigkeit Budas, die Freiheitsstatue von Budapest. Oben angekommen, waren alle ziemlich erschöpft, doch wir wurden mit einem wunderschönen Panorama auf Budapest belohnt. Anschließend sind wir wieder zurück zur Schule gelaufen und sind dort von unseren Austauschpartnern abgeholt worden, mit denen wir dann zu ihnen nach Hause gefahren sind.

Am Mittwoch trafen wir uns schon um 7.50 in der Schule und wurden dort direkt in Gruppen eingeteilt, um in die verschiedene Sprachunterrichte zu gehen. Es gibt an diesem Gymnasium Spanisch, Französisch, Englisch, Italienisch und natürlich Deutsch, heute allerdings gab es nur Englisch und Deutsch zur Auswahl. Im Deutschunterricht wurden wir dann meist in Gruppen eingeteilt und haben ein kleines Gespräch mit den Schülern über ihre Schule, Hobbys, etc. gehalten. Es hat sehr viel Spaß gemacht, eine ungarische Schulstunde mitzubekommen und mitzumachen. Nach dem Sprachunterricht gingen wir gemeinsam über die Donau nach Pest, denn dort war unser nächstes Ziel, die Markthalle, welche eine riesengroße Halle mit verschiedenen Ständen darstellt. In der Markthalle konnte man von Obst bis hin zu Souvenirs alles kaufen. Des weiteren konnte man hier auch einige ungarische Spezialitäten probieren. Eine dieser bestand aus einem Blätterteiggebäck mit Quark oder anderen Füllungen wie Sauerkirsche oder Marmelade (auf Deutsch nennt man diese Spezialität Strudel). In der kurzen Zeit konnte man nicht alle Stände anschauen, denn wir mussten schon wieder zurück zur Schule, wo wir unser Mittagessen in der Mensa einnahmen. Nach dem Mittagessen sind wir mit der Straßenbahn zum Felsenkrankenhaus gefahren; dort haben wir eine Führung auf Englisch bekommen. Es gab dort lange, unterirdische Gänge mit vielen Ausstellungsstücken aus dem 2.Weltkrieg. Danach sind wir wieder Richtung Donau gefahren, weil als nächstes eine Schifffahrt anstand. Vom Schiff konnte man viele schöne Sehenswürdigkeiten sehen, wie z.B die Buda-Burg, die Matthiaskirche, die Margareten-Insel, die Kettenbrücke und das Parlament. Nach der zweistündigen Schiffsfahrt sind wir wieder zur Schule gefahren und sind von dort wieder von unseren Austauschpartnern abgeholt worden.

Am Donnerstag haben wir uns um 7.50 in der Schule getroffen und konnten wieder für eine Stunde in den Unterricht reinschauen und den ungarischen Schulalltag miterleben. Nach der Schulstunde sind wir nun zum Parlament, was auf der Pest-Seite liegt, hingefahren. Bevor unsere Führung losging, hatten wir noch ein bisschen Freizeit, um uns das Parlament von außen anzuschauen oder um zur Donau zu gehen. Danach haben wir dann eine Audio-Guide-Führung im Parlament gemacht. Im Inneren gab es viele Wandteppiche und Gemälde. Zudem wurde viel Blattgold verwendet, um die Flure und Zimmer zu dekorieren. In einem Raum duften wir keine Fotos machen, da dort die ungarische Krone aufbewahrt wurde, zudem wurde uns noch der Sitzungssaal und der „blaue Raum“ gezeigt. Es war eine sehr interessante und informative Führung. Nach der Führung konnten wir uns noch ein kleines Andenken im Souvenirshop kaufen. Anschließend fuhren wir wieder auf die Buda-Seite um dort die Matthiaskirche zu besichtigen, in der früher die Könige gekrönt wurden. Es war eine sehr schöne und große Kirche, in der man vieles sehen konnte. Nach dem Aufenthalt in der Kirche fuhren wir zurück zur Schule, um unser Mittagessen in der Mensa zu essen. Am Nachmittag hatten wir noch Freizeit und konnten mit unseren Austauschschülern in die Stadt gehen.

Am Freitagmorgen gingen wir für zwei Schulstunden in den Unterricht. Einige von uns hatten zuerst eine Französischstunde, andere eine Englischstunde. In der zweiten Stunde besuchte ein Großteil von uns eine Mathestunde, in der sich die ungarischen Schüler mit Quadratwurzeln und Brüchen beschäftigten. Die Stunde verlief auf Deutsch, sodass wir die Rechnungen leichter verfolgen konnten. Unsere Aufgabe hierbei war es, ihnen die Aufgaben zu diktieren. Nach der Mathestunde ging es weiter zur Stefan-Basilika, der größten Kirche in Budapest. Sie ist dem ersten ungarischen König Stephan gewidmet. Von innen war die Kirche sehr schön und edel eingerichtet. Nach einem Rundgang durch die Kirche und einem kurzen Stop im Shoppingcenter „Allee“, aßen wir in der Schulmensa Mittag, um uns für den Besuch im Sissi-Schloss in Gödölló zu stärken. Wir wurden von einer Frau durch das Sissi-Schloss geführt. In diesem gab es viel zu sehen: eine Vielzahl von alten Bildern, Kleidungsstücken von früher, edle Möbel und vieles mehr, nur eine Küche gab es nicht, da die österreichische Kaiserin und ungarische Königin Elisabeth (Sissi) den Essensgeruch nicht mochte. Nach der Führung fuhren wir zurück zur Schule und verbrachten den Rest des Tages sowie das Wochenende in unseren Gastfamilien. Während des Wochenendes haben wir viele neue Eindrücke von Budapest bekommen. Manche besuchten einen Zirkus, andere gingen in die Kirche oder bestaunten Haie im Tropicarium. Wir hatten viel Zeit, in der wir etwas mit unseren Austauschschülern unternehmen und sie dabei besser kennenlernen konnten, bevor wir uns am Montagmorgen mit dem Mathematiklehrer auf den Weg nach Esztergom machten.

Esztergom liegt in Nordungarn und war früher die Hauptstadt Ungarns. Unser erstes Ziel war die dortige Basilika. Wir stiegen 391 Stufen hoch bis in die Kuppel, aus der man eine wunderschöne Aussicht hatte. Von dort aus konnte man auch die Maria-Valeria-Brücke sehen, die über die Donau in die Slowakei führt. Als alle wieder unten angekommen waren, hatten wir Freizeit, die viele nutzten, um einen Fuß auf slowakischen Boden zu setzen. Dort angekommen, besuchten viele von uns Supermärkte, weil es dort möglich war, mit Euro zu bezahlen. Zurück in Ungarn besichtigten wir die Basilika, welche sehr groß und sehr schön war. Nach der Besichtigung der Basilika fuhren wir zurück zur Schule, wo wir von unseren Austauschschülern empfangen wurden.

Am Dienstag trafen wir uns wieder um 7.50 in der Schule. Dort wurde uns mitgeteilt, dass wir an Volkstanzstunden teilnehmen würden. Am Anfang gab es einige Probleme, da die Tanzlehrerin kein Deutsch konnte und so konnten wir nur versuchen, die Schritte nachzuahmen. Bei einigen hat das ganz gut geklappt, bei anderen gab es enorme Probleme. Insgesamt hatten wir zwei Tanzstunden, wo uns in der zweiten Stunde Partner aus der Schule zur Verfügung gestellt wurden. Das Tanzen hat viel Spaß gemacht und war insgesamt sehr lustig. Später fuhren wir mit verschiedenen Straßenbahnen zum Heldenplatz, wo eine Lehrerin uns viele spannende Informationen zur ungarischen Geschichte erzählt hat und uns die dortigen Statuen näher erklärt hat. Vom Heldenplatz aus gingen wir zum Haus des Terrors, einem Museum das sich viel mit der kommunistischen Zeit in Ungarn beschäftigt hat. Einer der ersten Sachen, die man sah, war ein alter Panzer, welcher zu einem Brunnen umfunktioniert wurde. Wir bekamen eine spannende Audio-Guide-Tour und uns wurden unter anderem alte Zellen und Folterzellen und typische Dinge des Kommunismus gezeigt und erklärt. Nach dieser sehr spannenden und informativen Führung fuhren wir wieder zurück zur Schule, um in der Mensa unser Mittagessen zu uns zu nehmen. Nach dem Essen ging es für uns mit einer Musikstunde weiter. Die Klasse spielte uns zur Begrüßung zwei ungarische Lieder vor und danach sangen wir ihnen „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens vor. Wir versuchten auch selber ein ungarisches Lied zu singen und hatten es auch einigermaßen gut hinbekommen. Zum Schluss sangen die Schüler und der Lehrer noch ein Kirchenlied vor. Die Klasse konnte sehr gut singen und den Gesang auch gut instrumental begleiten. Nach dieser schönen Musikstunde hatten wir Freizeit, die wir mit unseren Austauschpartnern verbringen konnten.

Am Mittwoch trafen wir uns erst um 8.30 in der Schule. Von dort aus ging es direkt weiter zum Zoo, welchen wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern erkundeten. Es gab dort viele Tiere, wie z.B. Koalas, Schlangen, Affen, Tiger und viele andere Tierarten. Zudem gab es auch ein Streichelgehege, wo man einen Emu und Minikangarurus streicheln konnte. Es war sehr schön im Zoo und alle hatten viel Spaß. Nach dem Zoobesuch sind wir wieder zurück zur Schule gefahren und haben dort zu Mittag gegessen. Nach dem Mittagessen hatten wir zum letzten Mal Freizeit mit unseren Austauschpartnern. Viele haben nochmal die Stadt besichtigt, andere sind schwimmen gegangen, wobei in ungarischen Schwimmbädern Badekappenpflicht herrschte. Abends haben sich nochmal alle in der Schule getroffen, um eine Abschiedsparty zu feiern. Es gab dort ein Buffet, welches die ungarischen Schüler selbst zubereitet hatten. Wir spielten Aktivity in gemischten Gruppen, tanzten, hörten Musik und unterhielten uns. Alles in allem hatten wir an diesem Abend alle sehr viel Spaß.

Donnerstagmorgen ging es sehr früh wieder nach Hause. Die Meisten mussten um 3.00 morgens aufstehen, um rechtzeitig um 4.00 am Flughafen zu sein. Um 6.10 ging dann der Flug zurück nach Deutschland. Am Dortmunder Flughafen wurden wir von einem kleinen Bus abgeholt und fuhren zurück nach Osnabrück zur Schule, wo wir von unseren Eltern in Empfang genommen wurden.

Wir haben eine schöne Zeit in Ungarn verbracht, hatten dort viel Spaß und haben auch viel Neues gelernt. Vor allem freuen wir uns darauf, wenn die Ungarn nach Deutschland zu uns kommen und wir ihnen Osnabrück und die Umgebung zeigen können.

Nach Marie Spechts Bericht

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Unser FliegerIMG_20160405_133739

Die Führung durch die Schule – In dem Turm auf der SchuleIMG_20160405_135122

Die Führung durch die Schule – Vor dem Turm der Schule

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Die MattihaskircheIMG_20160406_153858

Eine Bootstour war auch dabei…IMG_20160407_104508

Das ungarische Parlament

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Die ungarische „Krönungstreppe“

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Einer der goldverzierten Gänge im ungarischen Parlament

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Ein Blick / Turm von der Stefansbasilika

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Svenja und Leonie auf der Stefanbasilika

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Ein schöner Ausblick auf die SlovakeiIMG_20160408_141434

Das Sisi-SchlossIMG_20160410_135941

Eine mit Erde gefüllte Kiste am WegrandIMG_20160413_095335

Das „coole“ Kanguru aus dem ungarischen Zoo

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Markus mit seinem Austauschpartner im ungarischen ZooKopie von IMG_20160414_064728

Der Rückflug, welcher leider viel zu früh kam…