Ungarnaustausch 2015


Ungarnaustausch-2015

Der Austausch beginnt am Sonntag, den 15. März 2015 sehr früh um 5 Uhr morgens. Mit dem Bus ging es zum Dortmunder Flughafen und von da aus mit dem Flieger (Wizz Air) nach Budapest. Dort begegneten wir dann zum ersten Mal unseren Austauschpartnern. Für viele war das gegenseitige Finden kein Problem, da die meisten zuvor schon via Facebook, E-Mail etc. Kontakt hatten.

Der erste Tag wurde dann von den jeweiligen Austauschpartnern bzw. deren Familien gestaltet. Am Tag danach ging es in die Schule. Wir tauschten uns alle zunächst über unsere ersten Eindrücke aus, welche sehr unterschiedlich ausfielen. Anschließend wurde uns vom Direktor die Schule gezeigt. Dabei kamen wir an Orte innerhalb und außerhalb des Gebäudes, wie z.B. die Aussichtsplattform in der Kuppel oberhalb der Schule, an die normalerweise kein Schüler kommt. Nach der Schulbesichtigung ging es zur Synagoge. Dort bekamen wir ebenfalls eine Führung. Der Rest des Tages wurde dann zusammen mit den Austauschpartnern verbracht und von selbigen auch gestaltet.

Am nächsten Tag gingen wir nach dem täglichen Treffen an der Schule zur Markthalle und sahen uns dort um. Einige kamen aus dem Staunen über die Vielfallt der dort zum Verkauf angebotenen Dinge gar nicht mehr raus. Weiter ging es zum Parlament, wo wir auch wieder eine Führung bekamen. Diese viel allerdings etwas kleiner als normal aus, da beide Sitzungssäle besetzt waren. Als “Entschädigung“ konnten wir uns dann eine sehr interessante Wachablösung anschauen.

Der nächste Tag begann zunächst mit Unterricht an der Schule. Dabei konnte zuerst für eine Stunde gewählt werden zwischen Deutsch- und Englischunterricht. Danach gab es noch einmal eine Deutschstunde für alle. Nach einer kurzen Freistunde, die wir im Park nahe der Schule verbrachten, fuhren wir zum sogenannten Felsenkrankenhaus. Dabei handelt es sich um ein in den Felsen gebautes Krankenhaus, welches im 2. Weltkrieg auch als Bunker diente. Im Anschluss stießen unsere Partner zu uns und wir besichtigten das Viertel um die Fischerbastei sowie die Burg. Beendet wurde der Tag mit einer Schiffsrundfahrt auf der Donau.

Der Donnerstag bestand aus einer ganztägigen Fahrt ins Sissi-Schloss “Gödöllö“. Dort wurde uns zuerst der Innenbereich des Schlosses gezeigt und anschließend hatten wir ca. 2 Stunden Freizeit, bevor es wieder gen Budapest ging.

Am Freitag wurde das Terrorhaus im Rahmen des Oberthemas „Deutschland und Ungarn zur Zeit des Nationalsozialismus“ besichtigt. Dabei erfuhren wir vieles über die Nazis und Kommunisten zur damaligen Zeit in Ungarn. Am Nachmittag besuchten wir dann noch zusammen mit unseren ungarischen Freunden den Tierpark von Budapest.

Das Wochenende wurde in den Familien der Gastgeber verbracht. Beendet wurde der fantastische Aufenthalt mit einem Essen in einem Restaurant. Am Montag flogen wir früh morgens zurück. Dabei mussten wir dann einmal das Flugzeug wegen technischer Probleme vor dem Start wechseln. Leicht verspätet, aber wohlbehalten kamen wir dann gegen 11:30 Uhr wieder in Osnabrück an.

Lukas Jansing (angepasst und korrigiert von Maximilian Berens)

Ungarnaustausch 2015 (Osnabrück)
Die Ungarn kamen daraufhin einen Monat später nach Osnabrück. Sie trafen am Sonntag, den 4. Mai vormittags am GSG ein.

Am darauffolgenden Montag zeigte Herr Kroztek ihnen die Schule. Nachmittags wurde eine Stadtführung durch die Altstadt von Osnabrück unternommen.

Am nächsten Tag stand eine Tagesfahrt nach Esterwegen und Papenburg an. Im ehemaligen Strafgefangenen- und Erziehungslager der Nazis gab es eine interessante Führung und Einblicke in das Leben der damaligen Gefangenen, welches mit Bildern, Berichten und Artefakten dargestellt wurde. Die Meyerwerft in Papenburg war ebenfalls mit einer sehr interessanten Führung verknüpft.

Mittwoch gab es erneut eine Stadtführung; diesmal jedoch unter dem Motto „Osnabrück zur Zeit nationalsozialistischer Gewalt“. Es wurden Orte in Osnabrück besucht, wo sich früher die Nazis eingerichtet hatten.

Unter dem gleichen Thema besuchten wir am Donnerstag die Gedenkstätte Augustaschacht – ehemaliges Arbeitserziehungslager. Hier konnten wir mit einem Zeitzeugen sprechen, der über seine Verschleppung aus der Ukraine und aus dem Lager- und Arbeitsleben sehr eindrucksvoll berichtete.

Nach dem Unterricht am Vormittag wurde der Freitag mit nur einem Programmpunkt gestaltet. Es wurde zu einem Empfang anlässlich des 25. Austauschs zwischen dem SMG und GSG geladen, bei dem auch die Presse, ehemalige Austauschteilnehmer des GSG und einige der ersten Austauschschüler aus beiden Schulen von vor 25 Jahren anwesend waren. Es gab musikalische Unterhaltung von Herrn Zwartscholten und 2 Schülerinnen aus dem 12. Jahrgang und interessante Ansprachen von Herrn Hülsmann, dem ungarischen Lehrer und einer ehemaligen Schülerin des GSG, die vom ersten Austausch berichtete. Ein Highlight war das ungarische Volkslied, das unsere ungarischen Gäste für uns sangen.

Das Wochenende wurde wieder von den Familien gestaltet. Am Montagabend ging der Austausch mit einem gemeinsamen Essen in einer Pizzeria zu Ende. Am frühen Morgen des 12. Mai um 5:15 Uhr starteten die ungarischen Gäste am GSG, um nach Hause zu fliegen. Der Abschied fiel uns allen schwer, da die Austauschschüler unsere Freunde geworden waren.

Maximilian Berens (angepasst und korrigiert von Lukas Jansing)