Q2 besucht Shakespeare Company in Bremen


 

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Jeder kennt Shakespeare. Seine Werke gelten als Meilenstein der englischen Literatur und auch sein Einfluss auf unsere Sprache ist größer als man vielleicht erwartet.

Die Q2 hatte nun die Gelegenheit, einen direkten Einblick in das Theater der ‚Elizabethan Era‘ zu bekommen.
Insgesamt drei Englisch-Leistungskurse machten sich am 4. Februar in Begleitung von Frau von Wulfen und Herrn Wendland auf den Weg nach Bremen, wo sie zwei aufregende Tage verbrachten.
Bereits die Hinfahrt wurde genutzt, um sich auf das Semesterthema vorzubereiten: während sie sich der Hansestadt näherten, schmachteten vor allem die Schülerinnen beim Anblick des jungen Leonardo DiCaprio in der Baz Luhrmann Verfilmung von Romeo und Julia.
Direkt nach der Ankunft ging es weiter zur Shakespeare Company, ein Theaterkollektiv dass sich vorrangig mit den Werken seines Namensgebers beschäftigt, aber auch Stücke von Zeitgenossen neu inszeniert. Im ersten der insgesamt drei Workshops beschäftigten sich die Schüler intensiv mit Szenen aus ‚Romeo und Julia‘, indem sie zum einen die ausgefallene Wortwahl Shakespeares analysierten, aber auch selbst in die Rollen schlüpften. Durch einfache Übungen lernten die Nachwuchsschauspieler, die Wirkung und Bedeutung ihrer Szenen allein durch Körperhaltung, Stimmlage und Betonung zu verändern.
Am Abend konnten sich die Schüler allerdings zurücklehnen und den Profis zusehen. Das kleine Ensemble bot dem Publikum eine sehr ungewöhnliche Darbietung von Shakespeares berühmter Liebesgeschichte. Anstatt einer klassischen, zeitgenössischen Inszenierung handelte es sich um ein Spiel im Spiel: Die Schauspieler verkörperten allesamt Patienten in einer Psychatrie, die als Teil ihrer Therapie gemeinsam Romeo und Julia spielten.

 

Zum Beruf eines Schauspielers gehört nicht nur das Auswendiglernen von Texten, sondern auch die Fähigkeit, spontan zu sein. Genau das probten die Schüler am nächsten Tag mit verschiedenen Improvisationsübungen.

 

Als zweite Aufführung der Kursfahrt stand „Doktor Faustus“ auf dem Pogramm. Es handelt sich hierbei um ein Stück von Christopher Marlowe, mit dem die Schüler nicht vertraut waren. Glücklicherweise gab es eine kurze thematische Einführung vor der Vorstellung, die die meisten offenen Fragen beantwortete.

Das Theaterstück bildete den Schluss der Kursfahrt, denn am nächsten Tag traten Schüler und Lehrer wieder die Heimreise an, ausgerüstet mit schönen Erinnerungen und vielen neuen Eindrücken aus der Welt des Theaters.

 

Von Sarah Ozolnieks