Management Information Game 2013


mig2013

Als Gastgeber für das Wirtschaftsplanspiel „Management Information Game (MIG)“ bot das Lotter Unternehmen Elster zum vierten Mal Oberstufenschülern des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums aus Osnabrück die Gelegenheit in die ernst zu nehmende Rolle von engagierten AG-Vorstandsmitgliedern zu schlüpfen. Organisiert hatte Birgit Tovar vom Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland das intensive einwöchige Schülerplanspiel. Regionale Unternehmen, die VME-Stiftung Osnabrück-Emsland (Bildungsstiftung des Arbeitgeberverbandes NiedersachsenMetall) und die Agentur für Arbeit unterstützten und fördern MIG und dadurch die berufliche Orientierung der jungen Menschen, die nicht nur Taschenrechner, sondern in hohem Maße Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen mitbringen sollten.

Wie im realen Geschäftsleben mussten die 24 Schüler kreativ planen, berechnen, recherchieren und betriebswirtschaftlich entscheiden und dabei Umfang der Produktion, Forschungsaufwendungen, Investitionen, Finanzierungen, veränderte Nachfragesituationen, Löhne, Marketing, Eilmeldungen, plötzlich auftretende Wettbewerber in ihre Überlegungen mit einfließen lassen, um bei der Präsentation des Produktes und des Marketingkonzeptes die Einkaufsgemeinschaft „selbst-ist-der-mann“ davon zu überzeugen, dass genau ihr Exklusiv-Fabrikat das beste sei. Schließlich stand der Verkauf von 300.000 Kettensägen auf dem Planspiel.

Ein umfangreiches Wissen wurde den Jungunternehmern durch Führungskräfte aus der Wirtschaft im fünftägigen spielerischen, aber praxisnahen Unternehmeralltag vermittelt. Birgit Tovar dankte dem Unternehmen Elster und den Referenten für ihren Einsatz. Die Seminarleitung lag wieder in den Händen von Steffen Vogt von der Akademie Schule & Wirtschaft im Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). „Ihr seid eine der besten Gruppen, die in diesem Jahr am MIG teilgenommen haben“, lobte er die Gymnasiasten.

Die intensive Theorie der Unternehmervormittage unterbrachen Azubis der Elster GmbH mit interessanten Betriebsführungen. Volker Lotze-Ullrich, im Personalmanagement des Unternehmens tätig, gab zu, dass Elster durch das Planspiel natürlich auch eigennützig arbeite und hoffe, durch Kontakte zu Schulen vielleicht den einen oder anderen Teilnehmer in ein paar Jahren im Betrieb wiedersehen würde.

Zwischen Kühlschrank, Funktionskleidung und Kettensäge mussten sich die Jungunternehmer entscheiden. Trotz großem Frauenanteil entschied man sich für die Kettensäge und machte sich an die Arbeit. Betriebsspionage gab’s nicht, betonten Nina Bußmann und Julie Gebauer: „Das hatten wir nicht nötig!“

Innovativ mit Schwertlichtern, 12 PS für den wahren Mann, in Bundesliga-Design, mit Rollkoffer, Schalldämpfer, Laserpointer, beheizbarem Griff und Vibrationsdämpfer gegen Weißfingerkrankheit“, so warben die drei konkurrierenden Unternehmen je zehn Minuten für ihr betont männliches Produkt und stellten sich anschließend den kritischen, provozierenden Fragen manch Testosteron gesteuerten Einkäufern nach Technik, Funktion oder Werbekonzept.