Management Information Game 2012


mig2012

In der Woche vom 10. bis 14.12.2012 haben 19 Schüler/innen des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums am Management-Information-Game, kurz MIG, teilgenommen. Statt fand das Ganze in den Räumen der Elster GmbH in Lotte. Die Woche sollte dazu dienen, uns Wirtschaftsmechanismen näher zu bringen.

Um dies zu erreichen, waren die Tage in Vorträge am Vormittag und die Spielrunden eines Planspiels am Nachmittag eingeteilt. In den Vorträgen am Vormittag stellten uns Referenten aus der realen Wirtschaft viele verschiedene Themen vor. Ein Vertreter der Deutschen Bank AG beispielsweise erklärte uns, wie eine Aktiengesellschaft funktioniert, eine Vertreterin der BKK Firmus zeigte uns die Grundzüge der Sozialversicherung auf und ein Referent der Elster GmbH erläuterte den Begriff des Marketings.

Auf diese Weise mit Informationen ausgerüstet ging es dann nachmittags in die Spielrunden des Planspiels. Hier stellten wir uns vor, Vorstand eines Unternehmens zu sein und mussten in drei Gruppen bzw. drei Vorständen die Planungen für die kommenden Jahre festlegen. Wir mussten festlegen, wie viele Einheiten unseres Produktes wir herstellen wollen und zu welchen Preisen sie verkauft werden sollen. Die Entscheidungen wurden dann von unserem Spielleiter, Herrn Vogt, in ein Computerprogramm übertragen, welches dann die Auswirkungen errechnete. Am jeweils nächsten Tag, also nach einem fiktiven Geschäftsjahr, bekamen wir die Ergebnisse aus den Entscheidungen des Vorjahres präsentiert. So konnten wir gut nachvollziehen, welche Folgen unsere Entscheidungen gehabt haben. Mit diesen Ergebnissen gingen wir dann nachmittags wieder in die nächste Spielrunde und haben versucht, Fehler zu korrigieren und Erfolge auszubauen. So konnten alle drei Teams, spätestens am zweiten Tag, ein Handling für die Zahlen aufweisen und erkannten zum Beispiel Zusammenhänge zwischen Investitionen in die Forschung und der Qualität des Produktes sowie der Nachfrage.

Am Donnerstag sollten wir uns dann auf eine Präsentation unseres Produktes vorbereiten. Hier sollten Vertretern einer Handelsgesellschaft Werbestrategien sowie Angebote in Form von zum Beispiel Mengenrabatten vorgestellt werden und auf diese Weise sollten wir unser Produkt möglichst interessant vermarkten. Alle Unternehmen bekamen, je nachdem, wie gut sie ihr Produkt vorgestellt hatten, eine bestimmte Anzahl an fiktiven Aufträgen dieser Handelsgesellschaft, was sich wieder auf das Unternehmensergebnis auswirkte.

Die Woche endete mit den Hauptversammlungen der drei Aktiengesellschaften, in denen wir unsere Entscheidungen der Woche rechtfertigen mussten. So wurden die Strategien der drei Unternehmen reflektiert und wir konnten sehen, welche Entscheidungen die erfolgreichsten Unternehmen getroffen hatten.

Insgesamt war die Woche sehr interessant und wir haben viele Einblicke in die reale Wirtschaft bekommen. Viele von uns sagten, sie hätten mit Begriffen wie Liquiditätsrechnung sowie Bilanzrechnung umgehen gelernt und andere sagten, sie würden den Wirtschaftsteil in der Zeitung mit anderen Augen sehen. Alle bestätigten aber, dass die Woche gezeigt hat, wie anstrengend es ist, der Vorstand eines Unternehmens zu sein und viel Verantwortung zu tragen. Ich kann die Woche also allen empfehlen, da man auf jeden Fall viel lernt und sich nach der Woche vielleicht sogar darüber klar ist, ob man einen Beruf in der Wirtschaft anstreben möchte oder lieber nicht.

Lasse Lindemann