Gastschülerin aus Budapest am GSG


Gastschülerin-Ungarn-2015
Im Mai 2014 war sie das erste Mal in Deutschland, als Teil unseres Schüleraustausches mit dem Szent Margit Gimnázium in Budapest. Und da es ihr so gut gefallen hat, kehrte sie zurück, dieses Mal aber allein. Dorottya Wagner berichtet von ihrer abenteuerlichen Zeit in der Friedensstadt Osnabrück, dem schlechten Wetter und ihrer Liebe zu deutschen Supermärkten.

Hallo Dorottya! Vier Wochen warst du in Deutschland, nun steht die Heimreise an. Freust du dich auf daheim?Ja klar, aber ich wäre auch gerne etwas länger geblieben. Die Zeit hier war wirklich schön, ich habe viel erlebt und auch sehr viel gelernt. Außerdem konnte ich zwei Familien besser kennenlernen, das war auch interessant.

Warum denn gleich zwei?
Die ersten zwei Wochen war ich bei Caroline, meiner Austauschpartnerin vom letzten Jahr, danach bei Luca. Sie hat ebenfalls bei dem Austausch mitgemacht und wir haben uns damals schon sehr gut verstanden. Durch die Aufteilung musste ich nicht so viele Umstände machen.
Noch sind ja keine Ferien, hast du deine Zeit dann nicht hauptsächlich in der Schule verbracht? Ja, größtenteils. Das war zwar meistens interessant, aber auch sehr anstrengend. Die Lehrer haben stets versucht, mich in den Unterricht einzubringen. Ich musste sogar eine Politikarbeit mitschreiben!
Und was habt ihr in eurer Freizeit unternommen? Eine ganze Menge! Wir waren im Kino, im Zoo…und ich war viel Shoppen, vor allem in Hamburg. Da waren wir ein ganzes Wochenende lang und haben auch an dem ColorRun teilgenommen. Das ist wie ein Mix aus Holi, dem indischen Farbenfest, und einem 5km-Lauf. Es war das Highlight in meinem Monat hier!
Gibt es denn auch schlechte Erlebnisse oder Dinge, die du in Ungarn nicht missen wirst? Das Wetter! Das war genauso schlecht wie letztes Jahr. In Budapest ist es gerade viel wärmer als in Osnabrück. Na ja, dafür sind die Supermärkte hier besser.
Wieso denn das?
Das Angebot ist viel größer, selbst in unserer Hauptstadt gibt es nicht so eine große Auswahl. Mein Koffer ist also randvoll mit deutschen Süßigkeiten und Souvenirs für zuhause.
Gibt es sonst noch Unterschiede zwischen Ungarn und Deutschland, die dir besonders aufgefallen sind?
Das Schulsystem ist bei uns ganz anders, es ist etwas kompliziert das zu erklären. Aber ich habe zum Beispiel die ’nullte‘ Klasse besucht, das heißt, dass ich nach der Neunten ein Jahr lang intensiven Deutschunterricht bekommen habe.
Möchtest du später denn auch in Deutschland arbeiten?
Ich weiß noch nicht, vielleicht. Ich komme ja erst in die elfte Klasse. Wenn ich mit der Schule fertig bin, würde ich gerne Medizin studieren. Aber jetzt sind bei uns erst mal Ferien, zehn Wochen lang!

Dorottya wurde interviewt von Sarah Ozolnieks (Q1)