Friedenskonzert der Osnabrücker Musikfreunde in Kooperation mit dem GSG


2015-Friedenskonzert

Am Samstag, dem 9. Mai 2015, um 19.30 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche in Bramsche und am Sonntag, dem 10. Mai 2015, um 17.00 Uhr in der OsnabrückHalle geben das Orchester Osnabrücker Musikfreunde, die Vocalvielharmonie Osnabrück (Einstudierung und Leistung Vasks: Holger Dolkemeyer) und die Kantorei St. Martin Bramsche (Einstudierung: Eva Gronemann) ein Konzert zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren. Sie führen das Oratorium „In terra pax“ von Frank Martin auf, das dieser 1944 in der Hoffnung auf das baldige Kriegsende komponiert hat. Martin vertonte Bibeltexte, um sowohl die schrecklichen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, aber vor allem die überbordende Freude des Friedens zum Ausdruck zu bringen. Vorher erklingt zum Einen die Friedensbitte „Dona nobis pacem“ für Chor und Streichorchester, mit der der lettische Komponisten Pēteris Vasks seinem Volk, das extrem unter dem Krieg und den Kriegsfolgen zu leiden hatte, eine Stimme verleiht, zum anderen die Sinfonie d-moll César Franck, einem Deutschen, der im Jahre 1870 Franzose wurde. Das Werk mit seinem grüblerischen Lento-Beginn und dem überschwänglichen Des-Dur-Finale spiegelt das Thema des Abends, den Wunsch nach Frieden, intensiv wider. Solisten des Abends sind Karen Fergurson, Katrin Janssen-Oolo, Francisco Almanza, Marco Vassalli und Silvio Heil. Die Leitung liegt in den bewährten Händen von Reinmar Neuner.

Die Osnabrücker Musikfreunde kooperieren bei diesem Projekt mit dem Graf-Stauffenberg-Gymnasium, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge haben sich im vergangenen Jahr in den Fächern Geschichte und Kunst intensiv mit dem 8. Mai 1945 auseinandergesetzt und präsentieren ihre Ergebnisse in dem Programmheft des Konzerts und in einer Ausstellung, die Malereine zum Kriegsende (Jg. 10) mit perspektivischen Schüleräußerungen (Jg. 5) kombiniert. Im Europasaal der Stadthalle sind zudem die Ergebnisse des Workshops „Konkrete Poesie – Krieg und Frieden“ zu sehen.

All diese Schülerarbeiten zeigen den besonderen Stellenwert, den das Graf-Stauffenberg-Gymnasium in seinem Leitbild auf die Herausbildung eines kritischen Geschichts- und Gegenwartsbewusstseins legt, wodurch dieses Gymnasium einen besonderen Platz in der Schullandschaft der Friedensstadt Osnabrück einnimmt.

Karten für die Konzerte gibt es zum Preis von 13 Euro (5 Euro erm.) bei Musikland Rohlfing in Osnabrück und bei der Buchhandlung Gottlieb in Bramsche sowie zum Preis von 15 Euro (6 Euro erm.) an der Abendkasse.

Mona Weber