Das Fach Erdkunde


globus
Es ist nichts, was den geschulten Verstand mehr kultiviert und bildet als die Geographie.

(Immanuel Kant)

 

Was ist die Hauptstadt von Tuvalu? Wie groß ist das Bruttonationaleinkommen der Schweiz? Kann man die Lofoten eigentlich essen? Warum liegen so viele Steine in der Gegend herum? Und warum bebt manchmal die Erde? – Fragen über Fragen, aus denen man die wichtigste Frage ableiten kann:

Was ist eigentlich Erdkunde?

Geographische und geowissenschaftliche Phänomene und Prozesse, wie z.B. Klimawandel, Erdbeben, Hochwasser und Stürme, aber auch Globalisierung, europäische Integration, Bevölkerungsentwicklung, Migration, Disparitäten und Ressourcenkonflikte, prägen unser Leben und unsere Gesellschaft auf dem Planeten Erde in vielen Bereichen. Der Umgang mit diesen globalen und komplexen Entwicklungen erfordert eine Anpassung bisheriger Verhaltensweisen und Handlungsstrategien auf der Grundlage von fundiertem Fachwissen und Beurteilungsvermögen, z.B. in den Bereichen Umweltschutz, Risikovorsorge, Sicherung der Ressourcen, wirtschaftliche Entwicklung, entwicklungspolitische Zusammenarbeit und Stadt- und Raumplanung. Die genannten Prozesse erhalten ihre Dynamik aus den Wechselwirkungen zwischen naturgeographischen Gegebenheiten und menschlichen Aktivitäten. Gerade hier besitzt die Erdkunde ihr besonderes fachliches Potenzial zur Welterschließung in Räumen verschiedener Art und Größe. Daraus ergibt sich als Leitziel des Erdkundeunterrichts die Entwicklung raumverantwortlichen Handelns.

 

Ziele des Erdkundeunterrichts:

Im Erdkundeunterricht sollen sich die Lernenden mit den neuen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts (Zusammenbruch des Ostblocks, Einführung der Euro-Zone, Globalisierung, „der 11. September“, etc.) fundiert auseinandersetzen, damit sie motiviert und befähigt werden, verantwortungsbewusst zu handeln, ihre nahe und ferne Umwelt zu verstehen und selbstbestimmt und solidarisch an ihrer Entwicklung und Erhaltung mitzuarbeiten. Ein verantwortlicher Umgang mit der Erde ist ein übergeordnetes Ziel geographischer Bildung.

Der Erdkundeunterricht soll die Lernenden zu einer differenzierten Wahrnehmung ihrer eigenen und anderer räumlicher Lebensbedingungen befähigen. Er führt sie zu einem fachgerechten Verständnis von Erscheinungen, Wirkungsgefügen, Prozessen und Problemen in verschiedenen und unterschiedlich großen Räumen der Erde und in Staaten und Gesellschaften. Im Erdkundeunterricht sollen die Schüler Wissen erwerben und erweitern, auf dessen Grundlage sie Urteilsfähigkeit entwickeln können, die ihnen ein reflektiertes und verantwortliches Handeln ermöglicht.

Diese Grundlagen schafft der Erdkundeunterricht, indem er Kenntnis und Einsichten über Wechselwirkungen zwischen Mensch und Raum anhand geeigneter regionaler Beispiele vermittelt. Dazu gehört gleichermaßen die Kenntnis naturräumlicher Gesetzmäßigkeiten und sozial-geographischer Rahmenbedingungen und Handlungsabläufe.

Der Erdkundeunterricht führt die Schüler schrittweise an ein Denken heran, das sie komplexe Vernetzungen räumlicher und zeitlicher Prozesse erkennen lässt.

Den Herausforderungen der heutigen Welt entspricht der Erdkundeunterricht, indem er das Wissen der Lernenden erweitert und sie zu politisch verantwortlichem Handeln befähigt. Eine fundierte Urteilsfähigkeit ermöglicht reflektiertes Handeln in Bezug auf:

  1. die Bewahrung der Umwelt
  2. das Zusammenleben der Menschen in der Einen Welt
  3. die Akzeptanz der regional vielfältigen Welt
  4. Raumnutzung und Raumordnung.

 

(Quelle: Rahmenrichtlinien Erdkunde, Sek II, Ritterbach Verlag 1999, leicht verändert und Kerncurriculum für das Gymnasium Schuljahrgänge 5 – 10 – Erdkunde, Niedersächsisches Kultusministerium 2008)

Fachgruppe Erdkunde:

Name: Kürzel: 1. Fach: Weitere Fächer:
Hallmann, Simone (Fachobfrau) HLM Erdkunde Deutsch
Kaup, Michaela KAU Erdkunde Englisch
King, Anja KIN Erdkunde Englisch
Pollmann, William Dr. PLM Erdkunde Biologie
Schumacher, Thorben SCM Erdkunde Englisch
Schimmel, Heide SML Erdkunde Französisch