Besuch aus dem Osnabrücker Hospiz


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Am vergangenen Donnerstag hatten die beiden katholischen Religionskurse des neunten Jahrgangs von Herrn Hoffmann und Frau Suerkamp im Rahmen der Unterrichtseinheit zum Thema „Die Endlichkeit des Menschen“ Besuch aus dem Osnabrücker Hospiz. Frau Vartmann berichtete in den ersten beiden Unterrichtsstunden über ihre Arbeit im Hospiz und brachte einige Bilder mit, um einen Eindruck vom Hospiz zu vermitteln. Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler noch einige Fragen. Corinna Meyer und Fabien Sapich haben ein paar der Fragen sowie die Antworten notiert.

Was ist, wenn ein Gast ein Haustier hat?
– Es ist möglich, dieses in das Hospiz mitzunehmen. Natürlich in Absprache mit den anderen Gästen.
Darf der Gast selbst auch kochen?
-Ja, das ist möglich. Ansonsten bekommt das Hospiz das Essen meistens aus dem Marienhospital.
Werden die Wünsche der Gäste in den Alltag einbezogen?
-Die Sozialarbeiter erstellen ein Programm, in dem auch die Wünsche der Gäste (wie zum Beispiel kleinere Ausflüge) berücksichtigt werden. Sei es, dass ein ehrenamtlicher Mitarbeiter eine Spazierfahrt mit einem Gast macht, die Hauswirtschafterinnen den Lieblingskuchen eines Gastes backen, die Krankenschwestern ein Entspannungsbad für einen Gast vorbereiten oder die Sozialarbeiter einen  Besuch für den Gast bei der   Familie zu Hause organisieren. Die Sozialarbeiter machen zu Beginn auf freiwilliger Basis mit den Gästen gemeinsam ein „Genogramm“, eine Art gezeichneter Familienstammbaum. An dieser Stelle wird auch nach den Wünschen und Hobbies der Gäste gefragt. Auf dessen Grundlage werden Angebote vom ganzen Team für die Gäste gemacht.
Gibt es Fälle in denen Gäste wieder gesund werden?
-Ja, das ist zwar nicht die Regel, aber es kommt vor.
Wie alt sind die Gäste?
– Im Durchschnitt 74 Jahre,  aber es gibt auch Gäste im Alter von 90/100 oder 40.
Haben Pfleger spezielle Kleidung?
-Nein, sie tragen Alltagskleidung, um die Atmosphäre im Hospiz möglichst alltagsnah zu gestalten.
Erleben Sie die Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross bei den Gästen?
-Ja schon, aber die Phasen treten bei jedem unterschiedlich auf oder manche Phasen fallen ganz weg.

Die Schülerinnen und Schüler haben an diesem Vormittag einiges über die Osnabrücker Hospizarbeit erfahren und auch eigene Positionen zum Thema Hospiz entwickelt. Wir bedanken uns für den Besuch von Frau Vartmann und die schülernahe Darstellung ihrer Arbeit.